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Oberstufenzentrum Landkreis Teltow-Fläming
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Hey, Kinder sind nie das Problem“ Am 12. Januar 2017 fand im Kreishaus in Luckenwalde eine Fortbildung zum Thema Familien und Jugendliche mit Fluchterfahrungen in Jugendhilfe und Schule - eine Herausforderung für alle Beteiligte“, die durch Herrn Abdel Fattah durchgeführt wurde, statt. Nicht nur für Fachkräfte aus der Umgebung (LehrerInnen, SchulsozialarbeiterInnen, ErzieherInnen), sondern auch für FachschülerInnen aus den Erzieherklassen war diese Fortbildung sehr informativ. Zudem nahmen einige Schüler aus der BFS G Plus teil, die selbst Fluchterfahrungen bzw. einen Migrationshintergrund haben. Im Wesentlichen ging es in der Fortbildung über die Einstellung und Positionierung der Fachkräfte und Einrichtungen. Die Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingskindern ist an erster Stelle eine Haltungsfrage. Sowohl auf der personalen Ebene der einzelnen Fach- und Assistenzkräfte als auch auf Einrichtungs- und Trägerebene ist es unverzichtbar, dass eine klare Positionierung zur Aufnahme von Flüchtlingskindern diskutiert, festgeschrieben und nach außen kommuniziert wird. Wie in der Überschrift erwähnt, sollten Kinder nie das Problem sein. Flüchtlingskinder sind an erster Stelle und zuerst Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrungen sind in ersten Linie Jugendliche. Sie sollten und möchten wie alle Kinder/Jugendliche gleichbehandelt werden. Dies fordert von allen Fachkräften ein professionelles Handeln in ihrem Beruf und mit dem damit zusammenhängenden Bildungsauftrag. Die frühzeitige Einmündung von Kindern mit Flucht- und Migrationshintergrund in das Bildungssystem ist eine wesentliche Grundvoraussetzung für die dauerhafte und nachhaltige Integration der gesamten Herkunftsfamilie in die bundesdeutsche Gesellschaft. Kindertageseinrichtungen und Schulen benötigen Unterstützungsinstrumente und die Bereitstellung zusätzlicher Ressourcen, um die mit der Aufnahme von Flüchtlingskindern verbundenen Mehraufgaben im Regelbetrieb gut zu bewältigen. Dies meint einerseits die Verbesserung der Rahmenbedingungen bzw. die Verbesserung der Strukturqualität für den Einrichtungsbetreib (Personalschlüssel und Gruppen-, Klassengrößen, Anerkennung von Vor- und Nachbereitungszeit, Leitungsfreistellung). Dazu gehören aber auch die mittelbare Unterstützung, in den Dolmetscherdienste, Sach- und Dienstleistungen, externe Beratungen usw. bereitgestellt werden, um die pädagogische Arbeit der Kindertagesbetreuung von den zusätzlich anfallenden Aufgaben zu entlasten. Zudem sollten Einrichtungen Zugänge zu begleitendem Coaching und Supervisionen erhalten, um insbesondere die Haltungsfrage (Einstellung und professionelles Handeln) entwickeln und überprüfen zu können. Daneben sollten Kindertageseinrichtungen mit der Methode der Kollegialen Beratung vertraut gemacht werden, um problematische Fallkonstellationen ebenso wie Fragen zur Qualitäts- und Konzeptentwicklung innerhalb des eigenen Teams und mit den vorhandenen Ressourcen lösen zu können. Nach dem Vortrag hat Herrn Abdel Fattah alle Teilnehmer der Fortbildung darum gebeten, in kleinen Gruppen zunächst ihre Erfahrungen, Gedanken und/oder Befürchtungen auszutauschen. Danach konnten die Teilnehmer ihre Meinungen in zwei Fishbowl-Runden erörtern und darüber diskutieren. Diversität“ war das Thema der ersten Fishbowl-Runde. In der zweiten Fishbowl-Runde ging es um die Diskussion zu zwei Abkürzungen (Nafri und Fidshi), die seit einiger Zeit in den Medien kursieren und wie die Teilnehmer darüber denken. Durch die Auseinandersetzung konnte man seine eigene Haltung reflektieren und mit den Teilnehmern diskutieren. Mein Fazit zu dem Tag, er war sehr informativ durch das Vorwissen aus Unterricht und Praxis in Verbindung mit den anwesenden Flüchtlingen. Meinungen durften geäußert werden und es gab konstruktive Gespräche und Anregungen dazu. Die Fischbowl Methode war sehr produktiv und wurde gut umgesetzt auf Grund der Tatsache, dass die Regeln eingehalten wurden und die Themen anregend provozierend waren. Die Leitung der Weiterbildung durch einen betroffenen Menschen, der dies zur Lebensaufgabe gemacht hat, ist ein richtiger und wichtiger Schritt in die Zukunft, um für diese Situation besser sensibilisiert zu werden.“ Kilian Kerbs Mein Resümee zu dieser Fortbildung lautet; Wir als Fachleute oder angehende Fachleute“ sollten uns immer unserer Position, unserer Haltung, unserer Außenwirkung, unserer beruflichen, sozialen Verantwortung und unseren Fachkompetenzen bewusst sein und diese regelmäßig, zum Beispiel auch im Team, reflektieren. Dies ist unabhängig vom Thema konnte aber durch das in der Fortbildung brisante und aktuelle Thema und die Methode der Fishbowlrunden gut umgesetzt werden. “ André Cebula Verfasser Kilian Kerbs und André Cebula in Vertretung der Klasse FE TZ 15